So viel Bildschirmzeit ist schädlich

Handy, Tablet, Laptop und Fernseher werden täglich für mehrere Stunden genutzt. Berufstätige, die ihren Lebensunterhalt mit einem Bürojob finanzieren, sitzen oftmals die ganze Arbeitszeit vor dem Computer. Abends folgt das gemütliche Fernsehen seiner Lieblingsserien und Spielfilme. Nebenbei wird noch mit dem Smartphone hantiert. Dass auf diese Weise eine beträchtliche Bildschirmzeit zusammenkommt, ist vielen gar nicht bewusst. Aber wann schadet Ihnen das dauerhafte Schauen auf die bunten Pixel eigentlich?

Stress für Ihre Augen

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Wer Tag für Tag viele Stunden auf einen Bildschirm starrt, schadet damit vor allem seinen Augen. Die Augenlinse verliert auf Dauer an Elastizität und benötigt mehr Anstrengung für das scharfe Sehen von Objekten in der Umgebung. Die Folgen sind gerötete, trockene Augen, unscharfes Sehen oder auch Kopfschmerzen. Beschwerden können bei einer Tätigkeit am Bildschirm schon nach zwei Stunden auftreten. Besonders betroffen ist die sogenannte Generation Y, also Menschen, die in den 80er Jahren geboren wurden und die neuen Technologien überwiegend nutzen. Laut einer Studie des Vision Council leiden über 60 Prozent dieses Personenkreises an der digitalen Krankheit der Augen.

Medialer Dauerkonsum schadet vor allem Kindern

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Bei jüngeren Menschen, deren Gehirne noch in der Entwicklung sind, ist das zu lange Sitzen vor Fernseher und Co. schädlich. Als verträgliche Dosis gelten 60 Minuten pro Tag. Kinder, die länger als eine Stunde vor dem Bildschirm verbringen, haben später eventuell Schwierigkeiten beim Lernen. Die Weiße Substanz, die als Datenautobahn des Gehirns gilt, entwickelt sich weniger stark. Durch die eingeschränkte Vernetzung können Bereiche wie das Sprachzentrum nicht optimal genutzt werden. Sprachliche Fähigkeiten bilden sich durch den digitalen Dauerkonsum schlechter aus. Auch die Augen der Kleinen können Schaden nehmen. Der menschliche Augapfel ist nach neuen Erkenntnissen erst ab dem 30. Lebensjahr ausgewachsen. Das Starren auf den Monitor aus kurzen Distanzen kann zu starker Kurzsichtigkeit führen. Fehlendes natürliches Licht begünstigt den Effekt.

Aufenthalt im Freien sorgt für Entspannung

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Ausreichende Pausen und viel Bewegung im Freien wirkt sich positiv auf gestresste Augen aus und beugt Beeinträchtigungen vor. Um die Augen zu schonen, sollten Sie niemals in einem völlig dunklem Raum lange Zeit auf den Bildschirm schauen. Lampen sind am besten neben dem Gerät zu platzieren, damit keine Reflexionen das Sehen beeinflussen. Eine ideale Beleuchtung des Zimmers verhindert die Überanstrengung der Augenmuskeln. Halten Sie zudem immer gewissen Abstand zum Bildschirm. Die fünfmalige Höhe des Monitors ist dabei zu empfehlen. Mit Bildschirmbrillen, die speziell für das dauerhafte Arbeiten am PC und Co. konzipiert wurden, lassen sich Sehdefizite mindern.